Sicherung

Man kann sich hier nicht aushängen

Das ist keine Redewendung, sondern die Bauart: Der Karabiner wird beim Einstieg in das Stahlseil eingesetzt und am Ausstieg wieder entnommen. Dazwischen gibt es keinen Handgriff, mit dem sich jemand lösen könnte — auch nicht absichtlich.

Nahaufnahme eines Rollenkarabiners, der fest auf einem Stahlseil sitzt.Mit KI erzeugt

Prüfintervalle

Wer prüft was, und wie oft

Vier Ebenen, vom täglichen Rundgang bis zur jährlichen Hauptprüfung durch jemanden, der nicht hier arbeitet. Die Norm verlangt drei davon; die vierte ist der Baumgutachter.

  1. Täglich

    Sichtkontrolle vor dem ersten Gast

    Zwei Personen gehen alle sieben Parcours ab, jeder Parcours von einer anderen als am Vortag. Was auffällt, wird gesperrt und nicht diskutiert.

  2. Monatlich

    Prüfung der persönlichen Schutzausrüstung

    Jeder Gurt, jeder Helm, jeder Karabiner einzeln, durch eine PSA-Sachkundige. Ausgemustertes wird zerschnitten, nicht eingelagert.

  3. Jährlich

    Hauptprüfung nach DIN EN 15567-2

    Vor Saisonbeginn, durch einen externen Sachverständigen. Plattformen, Stahlseile, Verbindungsmittel, Verankerungen, Betriebsdokumentation. Der Bericht liegt an der Kasse aus.

  4. Jährlich und nach jedem Sturm

    Baumgutachten

    Eine zertifizierte Baumgutachterin beurteilt jeden tragenden Stamm, zusätzlich nach jedem Sturm ab Windstärke 8. Ein Baum mit Befund kommt aus dem Betrieb, und sein Parcours bleibt zu — auch mitten in der Saison.

Umkehren

Höhenangst ist der Normalfall

Etwa jeder Achte kehrt um

Das ist keine Schätzung ins Blaue: Wir zählen die Abseilvorgänge, weil jeder einen Trainer bindet. Auf der Kammlinie ist es fast jeder Vierte. Wer das vorher weiß, steht oben nicht als Einziger da, der es nicht schafft.

So läuft das Abseilen ab

Du bleibst stehen und rufst. Innerhalb weniger Minuten kommt jemand über den Parcours zu dir, hängt dich in ein zweites Seil und lässt dich herunter. Es kostet nichts, es wird nicht notiert, und der Eintritt bleibt für den ganzen Tag gültig — auch für die niedrigen Parcours danach.

Was wir nicht tun

Niemand wird überredet weiterzugehen. Kein Trainer sagt „nur noch drei Elemente", keiner klatscht von unten, und niemand ruft eine Gruppe zusammen, um jemanden anzufeuern. Das ist eine Betriebsanweisung, keine Haltung, die vom Tag abhängt.

Technik

Was am Gurt hängt

Komplettgurt mit Brustteil und eingehängtem Rollenkarabiner, an einem Haken in der Ausgabe.Mit KI erzeugt
  • Ein durchlaufendes System

    Der Karabiner läuft über Weichen an den Plattformen weiter, ohne geöffnet zu werden. Systeme mit zwei Karabinern, die man abwechselnd umhängt, gibt es hier nicht — sie funktionieren, solange niemand einen Fehler macht.

  • Gurt mit Brust- und Sitzteil

    Bei Kindern immer, bei Erwachsenen auf allen Parcours über sieben Meter. Ein reiner Sitzgurt kippt nach hinten, wenn jemand kopflastig hängt — bei einem Kind reicht dafür ein Rucksack.

  • Helm ohne Ausnahme

    Auch auf der Wurzel, auch beim Zusehen von der Plattform aus. Was von oben fällt, fällt auch über einem niedrigen Parcours.

  • Kein eigenes Material

    Auch nicht von Kletterern mit eigenem Gurt. Wir kennen die Prüfhistorie unserer Ausrüstung und niemand sonst — und ohne Prüfhistorie gibt es keine Haftung.

Wann geschlossen wird

Drei Gründe, und zwei davon kommen ohne Vorwarnung. Wer deswegen nicht klettern konnte, bekommt den Eintritt zurück oder einen neuen Termin — die Wahl liegt beim Gast.

  • Gewitter

    Sofort und ohne Diskussion, bei Blitz im Umkreis von zehn Kilometern. Die Parcours werden geräumt, das dauert etwa zwölf Minuten.

  • Wind ab Stärke 6

    Ab da bewegen sich die Kronen so weit, dass die Stahlseile ihre Spannung ändern. Gemessen wird an der höchsten Plattform, nicht am Boden.

  • Eis am Stahlseil

    Im März und im November nicht selten. Ein vereistes Seil hält, aber der Rollenkarabiner rutscht — auf einer Seilrutsche ist das der Unterschied zwischen Ankommen und Hängenbleiben.

  • Regen ist kein Grund

    Bei Regen wird geklettert. Die Griffe werden rutschiger, die Parcours nicht unsicherer — und der Wald ist dann leerer, als er je sein wird.

Noch eine Frage offen?

Fragen zur Sicherung, zu einer Vorerkrankung oder zu einer Gruppe mit besonderem Bedarf beantworten wir lieber vorher als an der Kasse.

Höhenwerk

Kletterpark im Bergischen Land. Sieben Parcours, 1 bis 15 Meter.

Talsperrenweg 1442499 Hückeswagen

Öffnungszeiten

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Saison 2026: 21. März bis 8. November. Montag und Dienstag nur für angemeldete Gruppen.